Allgemein

Falaysia Fremde Welt -Allgrizia-

Autor/in: Ina Linger

epubil GmbH am  14.10.2014

Preis: 9,98€ (Softcover)

Lesealter: ab 18 Jahren


BuchcoverFalaysiaBandebook
*Cover und Informationen*

Stell dir vor, dass du auf einmal in einer dir völlig fremden Welt aufwachst, ohne eine Ahnung zu haben wie du hierhergekommen bist. Stell dir vor, dass dieser Welt am Rande eines Krieges steht und Kriegertruppen das Land bevölkern. Stell dir vor, dass du genau jetzt dort auftauchst, als eine Fremde, eine Verirrte aus einer anderen Welt. Und stell dir vor, dass an deinem Unglück der mysteriöse Besuch deiner Tante schuld ist, die eines Tags in dein Leben geplatzt ist. Genauso geht es Jenna, einer jungen Frau aus England, als sie völlig unvorbereitet (und ungefragt) in Falaysia aufwacht, einer Parallelwelt in der Magie noch Wirklichkeit ist. Zusammen mit Leon, der schon seit vielen Jahren in Allgrizia festsitzt, macht sie sich auf die Suche nach den legendären Toren, ihre einzige Chance jemals wieder nach Hause zu kommen. Aber unter der trügerisch schönen Fassade des Landes schlummern viele Gefahren, die ihr Vorhaben erheblich erschweren. Denn im Moment steht Allgrizia kurz vor einen Machtwechsel. Und dann ist da ja auch noch Marek, der gefürchtetste Krieger in ganz Falaysia, der scheinbar noch eine Rechnung mit Leo offen hat. Jenna bleibt nichts anderes übrig als zusammen mit ihren Leidensgenossen zu fliehen, denn ohne ihn hat sie keine Chance jemals wieder nach Hause zu finden. Aber warum verfolgt Marek sie so hartnäckig und was für ein Geheimnis verbirgt Leo eigentlich? Und wie passt ihre Tante da ins Bild? Einen Teil der Lösung scheint sich in den magischen Steinen zu verbergen, aber noch bevor sie es schaffen das Rätsel zu entschlüsseln, treten alte und neue Feinde auf den Plan. Jetzt muss Jenna ihrem Gefühl vertrauen und ihren Glauben daran beibehalten, dass man Menschen nicht in Gut und Böse einteilen kann.

Schreibstil

Ina Linger besitzt einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der es einen ermöglicht sie nach und nach in die Geschichte einzufinden und zusammen mit Jenna Falaysia zu entdecken. Dieses mittelalterliche Flair gepaart mit der leisen Magie die jedem Ort anwohnt, konnte man auf jeder der 304 Seiten spüren. Die Autorin lässt dem Leser genügend Zeit sich in ihrer Welt zurecht zu finden und die komplexen Strukturen und Machtverhältnisse des Landes zu verstehen. Das Buch wird abwechselnd aus Jennas und Leos Sicht geschildert, was mir nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut gefallen hat. So beginnt man im Laufe des Buches beide Charakter, ihre Hoffnungen und Ängste, kennen und versteht, warum sie so Handeln. Auch das zarte Liebesband der beiden, dass hier nicht wie so oft im Vordergrund steht, wirkte nie gewollt oder überstürzt.

Zu Beginn haben mich vor allem die zwei „Prologe“ irritiert, die man erst nach einigen Kapiteln zu verstehen beginnt.  Auch waren einige Textabschnitte für mich etwas langatmig, was  allem an den sehr detailreichen Beschreibungen lag. So ist der Spannungsbogen zwar von Anfang an da, steigert sich aber nur langsam, vllt. da das Großteil des Buches von ihrer gemeinsamen Flucht handelt. Wenn man das weiß und keinen Aktion-Roman erwartet (was bei diesem Genre sowieso überraschend wäre), tut dies dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.

Charakter

Jenna ist eine sehr starke junge Frau, die es gar nicht einsieht sich den mittelalterlichen Geschlechterrollen zu beugen. Mit einer gesunden Portion an Misstrauen schreitet sie mit dem Leser zusammen durch die fremde Welt, wobei sie sich nicht den Mund verbieten lässt, und fordert immer wieder Antworten, seien sie auch noch so unangenehm. Trotzdem ist sie zum Glück nicht nur hart und taff, sondern hat auch ihre Schwächen und Ängste. Außerdem besitzt sie eine gute Menschenkenntnis und wächst einem durch ihre mitfühlende Art ans Herzen. Ich konnte mich mit ihr sehr gut identifizieren.

Leo ist durch die lange Zeit alleine in Allgrizia an Anfang, sehr verhärmt fast schon abweisend und grob. Allerdings ist er auch einer der wenigen, die das selber bemerken und er versucht sich wirklich für Jenna zusammenzureißen und hilft ihr in der neuen Situation zurecht zu kommen. Als ihn seine Vergangenheit abermals in Form von Marek einholt, setzt er alles dran um Jenna zu beschützen. Allerdings ist er oft mit sich selbst im Zwiespalt, so dass auch Stellen gab wo ich seine Wut und sein Verhalten nicht verstehen konnte.

Fazit

Ein gelungener Auftakt der Falaysia Reihe, die mir besonders wegen seiner sympathische Protagonistin und einer gut durchdachten Handlung gefallen hat. Für jeden der sich auf ein magisches Abenteuer im Mittealter einlassen, möchte genau das richtige. Wenigen einiger (meist kleinen) Kritikpunkte vergebe ich für „Allgrizia“ dreikommafünf Herzen.

♥♥♥+0,5

Ein ganz dickes Dankeschön an die wunderbare Autorin Ina Linger, die mir ihr Buch als Rezensionsexemplar gegeben hat.

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Ein Kommentar zu „Falaysia Fremde Welt -Allgrizia-

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